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Taklamakan
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Hunnendarsteller - verzauberte Skythen? Oder auch - der schöne Mischmasch Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Wie genau soll ein reenactment sein?

Für mich sollte es so authentisch wie möglich sein!

Um jetzt eine kontroverse Diskussion anzufachen fange ich mal an auf Details "rumzureiten":

Dauernd sehen ich bei Hunnendarstellungen den mediterranen Ablass -
Warum? Zu anstrengend?
Es gibt Belege für den mongolischen Ablass - Daumenring, Pfeil für Rechtsschützen auf der rechen Bogenseite ...

Ausrüstung - die Bogentasche mit angearbeitetem Köcher ist nachweislich Skythisch!

Also warum bei Hunnen?
Hunnen trugen nach Ausgrabungsfunden den Köcher extra und zwar in der Form des Zylinderköchers einer Hülle mit auswechselbarem Weideninnenkorb. (Niya-Bogen)
Wir bedenken die zentralisierte Heeresversorgung der Hunnen...

Um nur bei Beispielen zu bleiben...

Mich interessiert eure Meinung, wie genau sollte man darstellen?

provozierende Grüße

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'Lófasz a seggedbe!'

Beitragsnr.: 4975
16.06.2007 13:09 Taklamakan ist offline Email an Taklamakan senden Beiträge von Taklamakan suchen Nehmen Sie Taklamakan in Ihre Freundesliste auf

Ambakaj Ambakaj ist männlich
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Diese Frage lässt sich für mich leicht beantworten: Das hängt davon ab, als was sich der Darsteller bezeichnet!

Wer sich als Reenactor bezeichnet, muss sehr penibel recherchieren. Da gibt es dann auch keine Ausreden für Ungenauigkeiten, außer der, dass man sagt: "Damals wusste man das noch nicht, als ich das XY angefertigt habe." Die Ausstattung muss musealen Ansprüchen genügen. Deswegen möchte ich auch kein Reenactment versuchen, weil ich da nicht hinkomme.

Living History beeinhaltet für mich weniger Strenge bei Auswahl von Ausrüstung und Kleidung. Hier sollte der Schwerpunkt auf der Darstellung des Lebens, des Handwerks usw. liegen. Da darf ein Gewand ruhig maschinegenäht sein, wenn mir der Träger dafür eine Handwerkstechnik zeigen kann.

Eine Zwischenstufe ist dann die Breite Masse der "Mittelalterdarsteller". Hier gibt es verschiedene Schattierungen. Hier würde ich erwarten, dass Kleidung und Ausrüstung authentischen Mustern nachempfunden sind. Es würde mich nicht stören, wenn der Darsteller sich das schönste aus 150 Jahren zusammenklaubt, er sollte aber stilrein arbeiten. Also z. B. keine mongolischen Ausrüstungsgegenstände für einen Skythen.

Ganz unten steht dann LARP - da ist erlaubt, was gefällt. Allerdings gibt es da auch Leute, an deren Ausrüstung sich so mancher Darsteller aus den oben genannten Kategorien ein Beispiel nehmen kann. Für mich ist das die entspannteste Szene.

__________________
„Die Genialität einer Konstruktion liegt in ihrer Einfachheit. Kompliziert bauen kann jeder.“ S. P. Koroljow

Beitragsnr.: 4979
17.06.2007 22:04 Ambakaj ist offline Email an Ambakaj senden Beiträge von Ambakaj suchen Nehmen Sie Ambakaj in Ihre Freundesliste auf

Attila Attila ist männlich
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Hallo Taklamakan

Ein Reenactment sollte natürlich identisch sein wie irgend möglich.
Da wir, d.h. die Hunnenvereine kein Reenactment nachvollziehen können hat folgende Gründe, die ja bekannt sind:
Die Hunnen hatten keine Geschichtsschreibung
Die Aufzeichnungen waren meist von den Feinden verfälscht wiedergegeben und das Schlimmste wurde hinzugedichtet.
Die wenigen Notizen, die Priscos im Lager Attila`s mitbrachte gingen fast alle verloren.
Erst 100 Jahre später orientierte sich Jordanes an den wenigen Schriften von Priscos, fügte aber noch das alte Feindbild hinzu.
Die Maler und Künstler des Mittelalters stellten die Hunnen mit den zur damaligen Zeit aktuellen Kriegswaffen,(Morgenstern etc.)dar.
Zum Schluss war das Hunnenbild verfälscht bis um das 19.Jahrhundert.
Danach ging es ja aufwärts mit den Hunnen. Ausgrabungen, Recherche, Kommunikationen mit Turkologen und Etymologen lieferten ein uns heute bekanntes Bild über diese Reiternomaden. ( Obwohl noch vieles offen ist).
Ich für meine Person, als Attila, halte mich so weit als möglich detailgetreu.
Ich beziehe meinen Schmuck von den heutigen Kuchi-Nomaden,der Tekke, aus Turkmenistan und Usbekistan. Meine Schwerter aber von einer bekannten spanischen Repro-Dekowaffenfabrik.
Meine Schnabelschuhe habe ich von einem Iraner herstellen lassen
Meine Perücke in einem hiesigen Frisörladen gekauft.
Alles andere ist als Fantasy anzusehen, aber in etwa der früheren Mode angepasst.

Das Bild zeigt eine Schutzausrüstung, wie sie zu jener Zeit möglich gewesen sein könnte.
Der Knochenschutz besteht aus aufgesägten Kälberrippen und ist mit Ziegenschnüren verbunden.

Zu den verzauberten Skythen kann ich folgendes anmerken.

Steigbügel waren etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. von den Skythen erfunden worden und wurden bald darauf auch von den Hunnen übernommen.
Konnte so nicht auch die Köcherform übernommen worden sein?

Ich würde die Frage mit ja beantworten.

Die Hunnen übernahmen sogar das Lasso als Waffe von den Germanen.



Attila

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man kann dem leben nicht mehr tage geben, aber dem tag mehr leben.
(chin.sprichwort)

Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Attila am 21.06.2007 23:41.

Beitragsnr.: 4987
21.06.2007 14:41 Attila ist offline Email an Attila senden Homepage von Attila Beiträge von Attila suchen Nehmen Sie Attila in Ihre Freundesliste auf

Balamir Balamir ist männlich
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Turuk Khun Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo an alle

Steigbügel wurden von Skethern erfunden? Könnte vielleicht stimmen. Aber was ist in der Lücke zu Awaren passiert. Haben die Römer und Byzantiner oder die anderen Goten-Germanen das übersehen vielleicht? Oder gibt es eine Anachronismus?

Und es gibt auch manche Paradoxe bei den alten Historikern meiner Meinun nach. Obwohl manche nicht dabei waren haben manche Larp gemacht denke ich. Es kann auch beim Priskos auch so gewesen sein. Wie gesagt viele Paradoxe. Vielleich war er gar nicht im Hunnenlager. Vielleicht hat er alles von den anderen gehört und gelesen und hat als erlebnis nur erfunden.Könnte es stimmen? Denn er betont Sie als Skheter. Dann waren sie die Nachfahren der Skether. Oder das gegenteil.Denn damals hat man alles übertrieben. Hunnen haben nicht nur im Lager gelebt. Sie waren auch in Rom und Byzans. Sie haben auch Handel getrieben. Manche suchten da Asyl. Könnte es nicht sein das Priskos dieser Leute gesehen und geschrieben hat?
Denn wenn er da im Lager gewesen sein sollte musste er auch weiteres geschrieben haben. Und auch besser bekannt mchen können. Man kann auch dabei von seinen erlebnissen entnehmen dass er sehr kurz und begrenzt schrieb. Wie einer der den anderen nicht kennen würde.
Ých habe gelesen dass der Karl MAÝ nie im Ausland war aber dass er vieles geschrieben hat in seinen Romanen.
LG

Beitragsnr.: 5100
23.07.2007 22:00 Balamir ist offline Beiträge von Balamir suchen Nehmen Sie Balamir in Ihre Freundesliste auf
 
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