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Fürstin Rubina Fürstin Rubina ist weiblich
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Mongolische Jurte Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

DIE MONGOLISCHE JURTE
Das deutsche Wort Jurte stammt aus dem türkischen jurt, was soviel wie Zelt, Lagerplatz, Land, Heimat oder Wohnort bedeutet. Die Jurte ist die übliche Unterkunft nomadisierender Völker, sie ist gleichzeitig Haus und Heimat. Wie in der deutschen Sprache die Wörter Heim und Heimat untrennbar miteinander verbunden sind, so bedeutet auch Jurte beides für die Nomaden. Im Mongolischen heißt Jurte ger. Chinesische Quellen berichten zum ersten Mal im 6. Jh. n. Chr. über Jurten bei Nomaden. Es ist anzunehmen, dass die Jurte auf eine über 2000jährige Entwicklungsgeschichte zurückblickt. Sie ist nicht nur die traditionelle Behausung der Mongolen, sondern auch der nomadisch lebenden Völker in Mittelasien, Südsibirien und nördlich der Großen Mauer. Jurten bieten vor allem da, wo sie in malerischer Landschaft stehen, mit ihren weißen Leinenüberzügen einen äußerst ästhetischen Anblick.

Lg Silvia

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Beitragsnr.: 925
10.03.2006 15:47 Fürstin Rubina ist offline Email an Fürstin Rubina senden Homepage von Fürstin Rubina Beiträge von Fürstin Rubina suchen Nehmen Sie Fürstin Rubina in Ihre Freundesliste auf Füge Fürstin Rubina in deine Contact-Liste ein

Fürstin Rubina Fürstin Rubina ist weiblich
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Aufbau der Jurte Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Die Konstruktion der Jurte ist ebenso einfach wie genial. Aus biegsamem Holz gefertigte Scherengitter, deren einzelne Streben nicht mit Nägeln, sondern mit Lederstreifen zusammengehalten werden, bilden die Jurtenwand, die in jüngster Zeit oft auf einem Holzfußboden sitzt. Die Latten lassen sich scherenartig zusammendrücken und nehmen beim Transport nur wenig Platz ein. Stellt man eine Jurte auf, so zieht man die Gitter kreisförmig auseinander und lässt nur für den Türrahmen Platz. Man befestigt die stehenden Lattengitter mit Schnüren. Der Durchmesser der Jurte richtet sich nach der Zahl der verwendeten Scherengitter. Die einfach gehaltene, alltägliche mongolische Jurte besteht aus vier Scherengittern.

Abhängig vom Durchmesser der Jurte erhebt sich genau in der Mitte der Jurte auf zwei etwa 2 bis 3 m hohen Säulen der Dachkranz. Sein Durchmesser beträgt 1, bis 2 m. Am äußeren Rand sind quadratische Öffnungen eingearbeitet. Im Zentrum des Dachkranzes ist ein Seil befestigt, das nur von Bedeutung ist, wenn die Jurte bei Sturm einzustürzen droht. Dann wird an diesem Seil etwas Schweres, z. B. ein großer Stein, ein Sack Mehl, eine Holztruhe oder ähnliches, befestigt und der Jurte dadurch zusätzliche Stabilität verliehen.

Die Verbindung zwischen dem Scherengitter und dem Dachkranz bilden Dachstangen. Sie werden bei der Montage oben in die Aufnahmeöffnungen des Dachkranzes geschoben und unten mit Lederriemen mit dem Scherengitter verzurrt. Die Zahl der Dachstangen hängt von der Anzahl der Scherengitter ab. Der Steigungswinkel beträgt ca. 30°. Mittelalterliche Zeichnungen stellen die Jurten z.T. mit wesentlich steilerem Dachwinkel dar. Solche Spitzdachjurten haben sich bis heute bei den Kirgisen gehalten, sie trotzen aber dem Wind wesentlich schlechter als die flachen Jurten der Mongolen. Jede Jurte ist also ein Kompromiss zwischen dem Wunsch nach viel Wohnraum und der Notwendigkeit, dem Wind trotzen zu müssen. Die Regel ist ganz einfach: je größer die Jurte wird, desto schwieriger ist sie zu stabilisieren und im Winter auch zu heizen.

Eingelassen in die Jurtenwand ist eine gerahmte Holztür, die immer nach Süden schaut. Der Türrahmen wird mit zwei Anschlussgittern fest verbunden und um die im Kreis stehenden Gitterwände werden nochmals zwei Seile zur Stabilisierung gezogen. Früher bildete die Türöffnung nur ein dickes Stück Filz. Auch auf dem Türrahmen liegen Dachstangen auf.

Über das auf diese Weise entstandene stabile und dennoch elastische Holzgerüst werden Filzmatten gespannt und je zwei Kamelhaarseilen umschnürt. Bisweilen wird auch erst, um den grauen Filz zu verdecken, dünner Leinenstoff darüber gezogen. Eine Lage Filz ist etwa 3 cm dick und hat die Isolierfähigkeit einer 6 cm dicken Ziegelwand. Im Winter werden über die Jurte 3 oder gar 4 Lagen Filz gespannt.

Im Sommer werden die Jurten nur mit einer Lage Filz belegt und die unteren Ränder hochgeschlagen, damit der Wind durch die Jurte streifen kann und so ein angenehmes Raumklima entsteht. Im Winter wird am unteren, äußeren Rand des mehrmaligen Filzüberzugs noch ein zusätzlicher Abschluss zur Erde aus Holz, Sackleinen oder anderen Materialien befestigt. Solange der Jurtenofen geheizt wird, herrscht in der Jurte eine angenehme Wärme, die freilich alsbald nachlässt, wenn das Feuer erlischt.

Die äußere Hülle der Jurte bilden heute Leinenstoffe, die ansonsten zur Herstellung von Zelten oder Lastwagenplanen dienen. Sie lassen sich leicht waschen und schützen den Filz zusätzlich vor Regen. Das Ganze wird außen mit aus Pferde- und Yakhaaren geflochtenen Seilen fest verzurrt. Über den Dachkranz wird ein weiteres in Leinen eingeschlagenes Filzstück gezogen, mit dem in der Nacht oder bei Regen die Dachöffnung geschlossen werden kann. Tagsüber wird der Bezug in Dreiecksform zurückgezogen. Mitunter werden die Jurten heute an der Innenseite der Wand auch noch einmal mit Stoff verkleidet, das die Scherengitter verdeckt.

lg Silvia

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Beitragsnr.: 950
11.03.2006 17:24 Fürstin Rubina ist offline Email an Fürstin Rubina senden Homepage von Fürstin Rubina Beiträge von Fürstin Rubina suchen Nehmen Sie Fürstin Rubina in Ihre Freundesliste auf Füge Fürstin Rubina in deine Contact-Liste ein

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In der Jurte Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Die wichtigste Einrichtung in einer mongolischen Jurte ist der Herd. Früher bestand er aus einem Drei- oder Vierfuß, dessen Eisenfüße durch zwei Eisenreifen zusammengehalten wurden. Heute wird ein runder Blechherd mit Rauchrohr verwendet. Ersteht auf vier Füßen oder einfach auch auf Steinen, hat eine kleine Tür, durch die man das Brennmaterial einlegen kann, und besitzt ein Rohr, das durch den Dachkranz nach draußen ragt, ohne dass das Rohr das Holz oder den Filz berührt. Dieser Herd hält die wärme viel besser und es lässt sich auch einfacher auf ihm kochen. Allerdings kann von oben die Kälte in die Jurte ziehen, da der Dachkranz nicht ganz dicht gemacht werden kann. Die Rauchöffnung dient den Mongolen auch als Sonnenuhr. Ein Mongole weiß genau, um wieviel Uhr ein Sonnenstrahl auf eine bestimmte Stelle fällt.

Die Hauptachse in der mongolischen Jurte weist nach Süden, das heißt, das Gesicht des Betrachters ist nach Süden gerichtet. Das bedeutet, dass rechts und Westen, links und Osten, hinten und Norden sowie vorn und Süden identisch sind. In der mongolischen Sprache gibt es für die Begriffspaare nur ein Wort. So ist links und Osten ein Wort und rechts und Westen.

Die linke Seite in einer Jurte ist die Seite der Frauen, des Haushaltes und der Familie; die rechte Seite ist die Seite der Männer und die hintere Seite die Ehrenseite. Die mittlere Seite ist für den Alltag bestimmt und die vordere, gleich neben der Tür, für die Arbeit, für nicht geehrte Leute, Tiere und Gegenstände. Der älteste Gast hat seinen Platz immer auf der rechten hinteren Seite. Dies ist der Ehrenplatz für männliche Besucher, die alle nach ihrem Alter gesetzt werden und nicht nach Rang in unserem Sinne. Eine geehrte Besucherin wird auf die linke Seite nach hinten gesetzt. Jüngere Mädchen sitzen neben der Tür auf der linken Seite.

Häufig sind die Innenwände einer Jurte mit Stoffen behängt, und aus dem Boden sind Tierfelle oder Filzteppiche ausgebreitet.

Eine Jurte kann von einer 4- bis 6köpfigen Familie in deutlich weniger als einer Stunde zerlegt und auch wieder aufgebaut werden. Die Jurte selbst passt auf 2 Kamele.

lg Silvia

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Beitragsnr.: 951
11.03.2006 17:26 Fürstin Rubina ist offline Email an Fürstin Rubina senden Homepage von Fürstin Rubina Beiträge von Fürstin Rubina suchen Nehmen Sie Fürstin Rubina in Ihre Freundesliste auf Füge Fürstin Rubina in deine Contact-Liste ein

Ögädai Ögädai ist männlich
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Was noch fehlt ist eine Bauanleitung zum selber machen.... Mal abgesehen davon wäre dies sehr Aufwendig

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lg euer Ögädai

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25.04.2006 00:50 Ögädai ist offline Email an Ögädai senden Homepage von Ögädai Beiträge von Ögädai suchen Nehmen Sie Ögädai in Ihre Freundesliste auf Füge Ögädai in deine Contact-Liste ein steppenkrieger anrufen Erreichbarkeit von Ögädai

Bilge_Khan Bilge_Khan ist männlich
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TOLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL!!!!!!!!!!!!!!!APPLAUS!!!!


Aufjedenfall korrekte Erklärung zu Jurten ,wobei ich immer

dachte das Jurt mit Y geschrieben wird, aber ist wohl nur

auf türkisch so weil es im türkischen kein "J" gibt, aber ist ja

höchstwahrscheinlich die eingedeutschte Variarnte, aber

trotzdem echt super weiter so!!!!

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25.04.2006 02:24 Bilge_Khan ist offline Email an Bilge_Khan senden Homepage von Bilge_Khan Beiträge von Bilge_Khan suchen Nehmen Sie Bilge_Khan in Ihre Freundesliste auf
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jurte
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Hut ab, gut informiert bist Du, ich werde ein Link auf dieses Forum von meiner website machen, denn mit dem phaenomen JURTE befasse ich mich schon seit drei Jahren und alle infos sammle ich auf

http://www.jurten-verkauf.de oder
http://yourtent.com

- ich stelle auch Zelte her zu denen mich gerade Jurten inspiriert haben, also kurz gesagt europeisierte Jurte :) mache ich, schau mal nach, salut Alex

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Alex - www.jurten-verkauf.com

Beitragsnr.: 4616
12.03.2007 18:42 jurte ist offline Email an jurte senden Homepage von jurte Beiträge von jurte suchen Nehmen Sie jurte in Ihre Freundesliste auf

Khublai
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Hier gibt es die Schritt für Schritt Aufbauanleitung für eine mongolische Jurte in Wort und Bild.
http://www.reiseberichte-mongolei.de/19.htmll

Nachtrag von Khublai

Wer mal sehen will, wie eine Jurte aufgebaut wird und in der Nähe von Chemnitz wohnt, am Ostersonntag werden die drei original mongolischen Jurten im Sonnenlandpark wieder aufgebaut. www.sonnenlandpark.de/index.php?id=18 Dazu gibt es dann auch echte mongolische Live Musik und allerlei
Plauderei zur Mongolei.

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www.reiseberichte-mongolei.de

Beitragsnr.: 5584
15.03.2008 22:41 Khublai ist offline Email an Khublai senden Homepage von Khublai Beiträge von Khublai suchen Nehmen Sie Khublai in Ihre Freundesliste auf

Ögädai Ögädai ist männlich
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Für uns NRW'ler ist Chemnitz doch estwas weit

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lg euer Ögädai

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Beitragsnr.: 5783
17.03.2008 10:09 Ögädai ist offline Email an Ögädai senden Homepage von Ögädai Beiträge von Ögädai suchen Nehmen Sie Ögädai in Ihre Freundesliste auf Füge Ögädai in deine Contact-Liste ein steppenkrieger anrufen Erreichbarkeit von Ögädai
 
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