Willkommen im Steppenkrieger Gemeinschafts Forum für Hunnen und Mongolen! Du bist noch kein registriertes Mitglied, klicke hier um Dich zu registrieren.



Registrierung Zur Startseite Zum Portal Mitgliederliste Administratoren und Moderatoren Häufig gestellte Fragen Statistik
Zur Galerie Suche Link Us Zum Kalender Zur Filebase Unsere Partner Radiosender auflisten xQuiz spielen

Erfahren sie mehr über das Forum, seine Macher und die Hintergründe...
Steppenkrieger Gemeinschafts Forum für Hunnen und Mongolen » Mittelalter-Ecke » Militärisches » Burgen » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Letzter Beitrag | Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Der Isenburger Der Isenburger ist männlich
Routinier




Dabei seit: 23.01.2006
Beiträge: 275

Level: 29 [?]
HP: 688 / 805
MP: 183 / 841
Exp: 76%
[Themenstarter]

Burgen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Burgen
Gelände
Überall in Europa zeugen Burgen und Ruinen vom einstigen Leben der Könige, Herzöge und Ritter. Zunächst als kleine Befestigungen zum Schutz errichtet, wichen sie später immer größeren und imposanteren Steinbauten, die neben der Verteidigung auch repräsentative Zwecke erfüllten. Die natürliche Umgebung wie Wasser und Felsen waren entscheidend bei der Auswahl des Bauplatzes, denn die Burg sollte schwer zugänglich sein. Deshalb sind Bergvorsprünge die bevorzugtesten Orte für den Burgenbau. Wer auf seinem Territorium keine Felsen und Berge hatte, sicherte seine Burg mit Wassergräben. Ebenso wurden bewaldete Gebiete, die etwaigen Feinden Deckung geboten hätten, gerodet.
Aufbau
Zu Beginn des Burgenbaus als adlige Wohnstatt entstand auf so genannten "Motten" (künstlichen Hügeln) ein hoher Wohn- und Wehrturm, zunächst aus Holz, später aus Stein. Später erweiterte sich dieser Turmbau zu einem Gebäudekomplex mit Wohn-, Wirtschafts- und Gesinderäumen. In Deutschland wurden ab dem 12. Jahrhundert die Burgen zusätzlich von einer Ringmauer umgeben. Reichte die Fläche nicht aus, um alle Gebäude so zu sichern, verlegte man die Wirtschafts- und Gesindehäuser in eine Vorburg, oder errichtete in der Nähe ein Burggut oder einen Burghof, die jeweils von einem treuen Vasallen des Burgherrn bewirtschaftet wurden.
Jede Burg war einmalig und den geographischen Bedingungen angepasst. Dreiviertel aller Burgen besaßen einen Hauptturm (Bergfried), ebenso typisch war die Ringmauer und der Palas (Wohngebäude des Burgherren) sowie die Räume für die Bediensteten. Die Ausstattung der Burgen war gemessen an heutigen Vorstellungen äußerst spartanisch und wenig komfortabel. Der einzige Wohnraum, der durch einen Kamin beheizt werden konnte, war die Kemenate. Die ersten Öfen gab es erst ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die aus Sicherheitsgründen kleinen Fenster ließen nur wenig Licht in die ansonsten kühlen Räume eindringen.
Schwachpunkt der Burg war das Tor. Durch ausgeklügelte Fallgitter, Zugmechanismen und Mehrfachtore versuchte man den Eingang zur Burg sicherer zu gestalten.
Niedergang
Im hohen Mittelalter um 1200 gab es auf dem Gebiet des damaligen deutschen Reiches circa 13.000 Burgen, innerhalb Deutschlands, West- und Südeuropas insgesamt ca. 25 - 30.000. Nach 1500 wurden keine Burgen mehr gebaut und die bestehenden Anlagen oft in Schlösser umgewandelt. Mit der Erfindung der Schusswaffen und dem Verfall des Rittertums verloren die Burgen an Bedeutung. Die Städte wuchsen und ihre freien Bürger strebten nach wirtschaftlichem Aufschwung. Einige Städte entwickelten sich am Fuß einer Burg, in die man sich bei feindlichen Angriffen schützend zurückziehen konnte. Den meisten Nichtadligen aber, den Bauern und Bürgen mögen die Burgen als Machtsymbol eher abschreckend erschienen sein. Die romantische Verklärung des Mittelalters mit Rittern und Burgfräulein begann erst im 19. Jahrhundert.

[Quelle: mediaevistik.de]

__________________

hdh

Beitragsnr.: 936
11.03.2006 10:16 Der Isenburger ist offline Beiträge von Der Isenburger suchen Nehmen Sie Der Isenburger in Ihre Freundesliste auf

Fürstin Rubina Fürstin Rubina ist weiblich
Tripel-As




Dabei seit: 09.02.2006
Beiträge: 238

Level: 29 [?]
HP: 595 / 784
MP: 158 / 824
Exp: 2%

Burgen 2 Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Die Burgen des Abendlandes waren im Gegensatz zu den Festungen und Garnisonen des Morgenlandes hauptsaechlich Wohngebaeude, keine Karsernen von Soldaten. Doch ist es nicht so, wie das einfache Volk denkt, dass jeder Ritter auf einer Burg wohnt. Welch paradiesische Vorstellung! Eine Burg zu errichten und zu erhalten kostete viel Geld. Daher besassen nur der Hochadel und zu Reichtum gekommene Ritter und Ministieriale eine Burg. Soweit ein Ritter zu Familie und Lehen gekommen war, lebte er in einem leicht befestigten Gebaeude, meist in der Naehe eines seiner Doerfer. Das wenige, das es von einem gewoehnlichem Bauerhaus unterschied, war, dass es meist aus Stein gebaut und eventuell leicht befestigt war. Trotzdem hatte es nichts mit einer Burg zu tun.

Ritter, die zu keinen Lehen kamen, blieben meist im Dienst ihres Herren auf dessen Burg, und viele wurden mit Aemtern wie Landvogt, Schatzmeister, Waffenmeister oder Jagdaufseher bekleidet.


Nun aber zur eigentlichen Burg. Der Vorlaeufer der Burgen unserer Zeit waren die sogenannten Motten. Vermutlich ist ihre Entstehung auf das 9. und 10. Jahrhundert zurueckzufuehren. Eine solche Motte bestand aus einem hoelzernem Wohn- und Wehrturm, der auf einem meist aufgeschuettetem Huegel stand. Der Turm war von einem hoelzernem Palisade umgeben. Am Fusse des Huegels war ein weiterer Bereich, ebenfalls durch einen Palisadenzaun und durch einen Graben geschuetzt, in welchem Staelle und Wirtschaftsgebaeude standen. Von dieser Vorburg konnte man nur ueber eine Fallbruecke in die Hauptburg, den Turm, gelangen. Schon hier laesst sich die fuer die abendlaendischen Burgen typische Zweiteilung in Vor- und Hauptburg erkennen.

Auf einer solchen Motte lebte nun ein Lehensherr oder ein Ritter mit seiner Familie und seinem Gefolge auf engstem Raum zusammen. Wenn ein Feind sich dem Lehen naeherte, fluechteten die Bauern der Umgebung mit ihrem Vieh in die Motte ihres Herren, um Schutz zu suchen. Waehrend Notzeiten wie den grossen Wikingerstuermen schossen diese Motten wie Pilze aus dem Boden. Selbst spaeter, als es schon Burgen aus Stein gab, wurden sie errichtet. Im 11. Jahrhundert verstaerkte man viele Motten, indem man die Holzgebaeude teilweise durch Stein ersetzte. Diese Entwicklung ging, durch den Einfluss der morgenlaendischen Festungen verursacht, bis in das 11. und 12. Jahrhundert, in welchem man die Befestigungsanlagen nur noch aus Stein errichtete. Von diesem Zeitpunkt an spricht man nicht mehr von Motten.


Seit Mitte des 11. Jahrhunderts diente die Burg dem Adel als Wohnsitz und Festung zugleich. Sie war zum Mittelpunkt des ritterlichen Lebens geworden.

Burgen wurden meist auf nur schwer erreichbaren Bergkuppen und Huegeln erbaut. In flachen Gegenden umgab die Burgen mit breiten, tiefen Wassergraeben, die sogenannten Wasserburgen. Ausserdem errichtete man sie an strategisch wichtigen Punkten, wie zum Beispiel an wichtigen Verkehrswegen (Strassen und Fluesse). Man schaue sich nur den Rhein an, wo fast um jede Flussbiegung eine neue Burg an den steilen Hang gebaut wurde. Oder die Loire, deren Ufer knapp 300 Burgen zieren.



Die Burg bestand aus einer Hauptburg, die rundherum von einer hohen Mauer umgeben war. In die Mauer waren in unregelmaessigen Abstaenden Wachtuerme eingebaut. Auf der Mauer war ein geschuetzter Gang, der Wehrgang, errichtet. An der Wand entlang des Wehrganges waren schmale Schiessscharten, um einen Angreifer vom Wehrgang aus unter Beschuss nehmen zu koennen, eingelassen. Ein Bogenschuetze, der hinter einer Schiesscharte stand, war fuer den Angreifer schwer zu treffen. Durch Pechnasen, Oeffnungen im Boden des der Mauer vorgelagerten Wehrganges, konnte man heisses Wasser, Kalk, Pech, Steine und gluehenden Sand auf die Angreifer schuetten.

Im Inneren der Hauptburg befanden sich der Pallas, das Wohngebaeude des Burgherren und seines Gefolges. In diesem Gebaeude befand sich auch der meist einzige beheizbare Raum der ganzen Burg, die Kemenate, die der Wohnraum der Frauen war. Die kleine Besatzung der Burg und das Gesinde hatten meist ein eigenes Wohnhaus in der Hauptburg. Das Zeughaus, in dem Kriegsgeraet gelagert wurde, befand sich auch im Innnenhof. Meist hatte die Burg sogar eine eigene Kapelle.

Das wichtigste Gebaeude in der Hauptburg aber war der Bergfried, in Westfrankreich auch Donjon und in England Keep geheissen. Er war der letzte Zufluchtsort der Burg. Selbst wenn der Feind schon im Innenhof stand, konnte der Bergfried noch weiter verteidigt werden. Er war mit keinem anderem Gebaeude der Burg verbunden und konnte nur durch einen Eingang, hoch ueber dem Erdboden, mit einer Leiter erreicht werden. Der Bergfried war das hoechste Gebaeude der Burg. Er war praktisch eine kleine Burg fuer sich.

Als letztes befand sich noch der lebenswichtige Burgbrunnen oder eine Zisterne in der Hauptburg.



Der Hauptburg war die Vorburg vorgelagert, welche ebenfalls durch eine Ringmauer geschuetzt war. Die Vorburg besass Getreidespeicher, Stallungen und andere Wirtschaftsgebaeude. Viele Burgen hatten auch ihre eigene Schmiede. Zuletzt wurde die Burg noch von einem breiten Graben umgeben.

Die Schwachstelle jeder Burg war der Eingang. Desshalb war dieser durch ein Torhaus verstaerkt. Das Tor selbst konnte durch eine Zugbruecke, ein Fallgatter und durch eine eisenverstaerkte Doppeltuer verriegelt werden. Um einen Angreifer den direkten Weg von der Vorburg zum Tor der Hauptburg zu versperren, hatten viele Burgen noch weitere Verteidigungsanlagen.

Waehrend der Zeit der Kreuzzuege wurden die europaeischen Burgen durch den Einfluss der Festen des Morgenlandes immer groesser und durch weitere Verteidigungsanlagen verstaerkt. Die mittelalterlichen Ritterburgen gewannen aus diesen Gruenden zwar ein wenig an militaerischer Bedeutung, hauptsaechlich waren sie aber Wohnsitze des Adels und Zufluchsstaetten fuer die Bevoelkerung im Kriegsfall.

Im Schutze einer Burg entstanden oft Ansiedlungen, von welchen viele in letzter Zeit zu bedeutenden Staedten geworden sind. So zum Beispiel Ravensburg in der Naehe des Bodensees.

lg Silvia
(Quelle:gzg.fn.bw.schule.de):reine luft:

__________________
www.Buirer-Hunnen.de

Beitragsnr.: 1232
03.04.2006 09:32 Fürstin Rubina ist offline Email an Fürstin Rubina senden Homepage von Fürstin Rubina Beiträge von Fürstin Rubina suchen Nehmen Sie Fürstin Rubina in Ihre Freundesliste auf Füge Fürstin Rubina in deine Contact-Liste ein
 
ähnliche Themen...
Neues Thema erstellen Antwort erstellen

Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH
Steppenkrieger Gemeinschafts Forum für Hunnen und Mongolen, ist " Online " seit Tagen
Besucher gesamt : 722739 «» Besucher heute : 37 «» Besucher gestern : 1999

Hunne, Hunnen, Mongolen, Mongole, Attila, Dschingis, Köln, Karneval, Jurte, Ger,
Schamane, schamanismus, Khan, Verein, Vereine, Mittelalter, Larp, Fantasie, Rezepte, Flohmarkt, Kleinanzeigen, Germanen,

Supported by Steppenkriegerteam
Impressum