Willkommen im Steppenkrieger Gemeinschafts Forum fьr Hunnen und Mongolen! Du bist noch kein registriertes Mitglied, klicke hier um Dich zu registrieren.



Registrierung Zur Startseite Zum Portal Mitgliederliste Administratoren und Moderatoren Häufig gestellte Fragen Statistik
Zur Galerie Suche Link Us Zum Kalender Zur Filebase Unsere Partner Radiosender auflisten xQuiz spielen

Erfahren sie mehr ьber das Forum, seine Macher und die Hintergrьnde...
Steppenkrieger Gemeinschafts Forum fьr Hunnen und Mongolen » Mittelalter-Ecke » Epochen-Themen » Lechfeld » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Letzter Beitrag | Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Zanabazar Zanabazar ist männlich
Mitglied




Dabei seit: 07.02.2006
Beiträge: 35
Auszeichnung:
Level: 20 [?]
HP: 88 / 557
MP: 23 / 826
Exp: 90%
[Themenstarter]

Lechfeld Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

So hцret, Freunde dieser Epoche, was die Vorfahren Zanabazars ьber dieses groЯe Ereignis einst an mich weitergaben, auf dass ich diese Bilder fьr Euch bewahren mцge:
Die Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 war der Endpunkt der Ungarnkriege und grцЯte militдrische Sieg Ottos des GroЯen gegen die ungarischen Reiter, die zuvor mit ihren Plьnderzьgen weite Teile Mitteleuropas durchzogen hatten.
Vorspiel
Im Jahr 955 dauerten die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Magyaren und dem Ostfrankenreich bereits an die 60 Jahre. Im Vorjahr hatte sich zudem beim Liudolfinischen Aufstand fast der gesamte Sьden des Reiches gegen Otto erhoben, was von den Magyaren zu dem bislang weitesten Zug ьber Bayern und Belgien bis Frankreich, zurьck ьber Oberitalien und Kroatien genutzt wurde.
Im Frьhjahr 955 trafen daraufhin ungarische Gesandte bei Otto ein, vorgeblich, um ihre freundschaftliche Gesinnung zu beteuern. Tatsдchlich sollten sie aber wahrscheinlich seine Stдrke nach dem Aufstand ausspionieren. Jedenfalls wird kurz nach ihrer Abreise gemeldet, dass die Ungarn die Grenzen ьbertreten hдtten und den Kцnig zur Feldschlacht forderten.
Kampf um Augsburg
Zunдchst fьhrte der Zug der Ungarn in den bayerischen Raum zwischen Donau und Alpen bis nach Augsburg, wo sie vermutlich am Gunzenlк ihr Hauptlager aufschlugen. Obwohl die Stadt schlecht befestigt war, gelang es den Augsburgern die Ungarn zunдchst zurьck zu schlagen. Am hдrtesten umkдmpft war dabei das Osttor, dessen Verteidigung von Bischof Ulrich persцnlich ьberwacht wurde, der die Stadt schon 924 gegen die Ungarn gehalten hatte. Erst als einer der Anfьhrer fiel, brachen die Angreifer ihre Attacken ab.
In der darauf folgenden Nacht lieЯ Bischof Ulrich Klosterfrauen in Prozessionen durch die Stadt ziehen und Fьrbitten zur Mutter Gottes zu sprechen. Am nдchsten Tag erschienen die Ungarn dann mit Belagerungsgerдt vor den Mauern. Von ihren Anfьhrern mit Peitschen angetrieben, berannten sie erneut die Mauer, bis sie durch ein Hornsignal zurьckgerufen wurden. Durch Perchtold, einen der Aufrьhrer im Liudolfinischen Aufstand, waren die Ungarn vor dem nahenden deutschen Heer gewarnt worden und sammelten sich jetzt zur Feldschlacht. Die Augsburger ihrerseits schickten jeden entbehrlichen Mann ins nahe Lager Ottos.
Die Schlacht
Die Lage der Burg Perchtolds und die zeitlichen Angaben der Chronisten legen als mцglichen Ort des Sammellagers der ostfrдnkischen Truppen die Gegend um Ulm nahe. Dort trafen Einheiten der Bayern, der Franken und der ehemalige Aufstдndische Konrad der Rote ein. Ottos Hausmacht der Sachsen musste zum groЯen Teil als Verteidigung gegen die Slawen im Osten gelassen werden. Auch die Lothringer Verbдnde kamen nicht zu dem vereinbarten Treffpunkt.
In dem letzten Marschlager vor Augsburg stieЯen die Verteidiger der Stadt zum Heer. Otto setzte daraufhin den nдchsten Tag fьr die Feldschlacht an und befahl ein allgemeines Fasten zur Vorbereitung.
Hinterhalt im Wald
Am Morgen des 10. August versicherten sich die deutschen Soldaten in einer Herrfriedenszeremonie ihrer gegenseitigen Treue und machten sich auf den Weg zum Schlachtfeld. Die Marschordnung setzte sich aus 8 Heerhaufen zusammen:
1-3 Bayern unter den Grafen von Heinrich von Bayern
4 Franken unter Konrad
5 junge Krieger aller Stдmme um Otto mit Sankt Michaels Banner und der Heiligen Lanze
6-7 Schwaben unter Burchard
8 1.000 Bцhmen mit Tross
Obwohl die Marschroute durch Gebьsch gedeckt war, um sich vor den Pfeilen der Ungarn zu schьtzen, schafften es diese, den Heerzug zu umgehen und von hinten aufzurollen, dabei schlugen sie Bцhmen und Schwaben in die Flucht und eroberten den Tross. Da sie jedoch unmittelbar nach ihrem Erfolg zum Plьndern ьbergingen, konnte Konrad der Rote mit den jungen Kriegern aus dem 5. Haufen seinerseits die Ungarn zurьckschlagen.
Das Treffen auf dem Lechfeld
Inzwischen war der vordere Teil des Heeres auf dem Lechfeld angelangt und stand der Hauptmacht der Magyaren gegenьber.
Von dem Verlauf der eigentlichen Feldschlacht ist wenig bekannt. Eine aufmunternde Rede Ottos, sowie sein Vorpreschen als Erster scheint Fiktion zu sein. Immerhin erfahren wir aus den Quellen, dass der Bruder Bischof Ulrichs Dietpald von Dillingen fдllt. Und auch Konrad der Rote, wird von einem Pfeil tцdlich in den Hals getroffen, als er wegen der groЯen Hitze sein Visier zum Verschnaufen цffnet.
Insgesamt scheint es wahrscheinlich, dass Otto eine дhnliche Taktik wie sein Vater Heinrich 933 bei Riade verfolgte, um die magyarischen Reiter in Reichweite seiner Panzerreiter zu bekommen.
Abgeschnittene Fluchtwege
Am Ende der Feldschlacht befinden sich die Ungarn auf der Flucht – und zwar so zahlreich, dass die Augsburger zunдchst von einem erneuten Angriff ausgehen, als die Reiter auf ihre Stadt zustьrmen. Tatsдchlich versuchen sie jedoch auf die bayerische Uferseite des Lechs zu ihrem Lager zugelangen, das jedoch von nachfolgenden ostfrдnkischen Panzerrittern noch am selben Tag genommen wird.
Andere Ungarn mit ermьdeten Pferden zogen sich in umliegende Dцrfer zurьck, wo sie von den deutschen Einheiten eingeschlossen und verbrannt wurden.
Strategie der Vernichtung
An den kommenden Tagen zeigte sich der wahre Plan Kцnig Ottos. Noch in der direkten Umgebung des Lechfelds hatte er im Vorfeld auf der bayerischen Uferseite Burgstдlle bemannen lassen, die jetzt den Magyaren den Rьckweg abschneiden sollten. In die Enge getrieben wurden die Ungarn zersplittert und niedergemacht.
Den wenigen Kriegern, die diesen Massakern entkommen konnten, wurde im Hinterland an besetzten Fдhren und Furten aufgelauert. Sie wurden erschlagen oder ertrдnkt.
Auf der Flucht wurden so unter anderem die Anfьhrer Bulcsъ, Lehel und Sur gefangen genommen und zusammen mit anderen Adeligen nach Regensburg gebracht, wo sie in Massenhinrichtungen getцtet wurden.
Folgen
Fьr die Ungarn bewirkte der katastrophale Ausgang der Schlacht eine grundlegende Verдnderung der Gesellschaft. Nachdem die Klasse der Reiterkrieger empfindlich an Macht eingebьЯt hatten, vermischten sich die Magyaren mehr und mehr mit den ansдssigen Slawen und wurden sesshaft. Sie rдumten die Gebiete im heutigen Цsterreich und zogen sich ins heutige Westungarn zurьck. GroЯfьrst Gйza bat Otto um Missionare und entmachtete den alten Kriegeradel, die Gegenpartei der Arpaden. Sein Sohn Stephan der Heilige heiratete schlieЯlich die bayrische Prinzessin Gisela aus dem Haus des deutschen Kaisers.
Fьr Otto bedeutete der Sieg auf dem Lechfeld zunдchst eine Konsolidierung seiner Herrschaft. Aus Dank weihte er dem Namensheiligen des 10.08., dem Heiligen Laurenz, in Merseburg ein Bistum. In der Folgezeit nahm Byzanz diplomatische Beziehungen mit den Ostfranken auf. Am 2. Februar 962 wurde Otto schlieЯlich vom Papst in Rom zum Kaiser gekrцnt. Durch die Hochzeit seines Sohnes Otto II. mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu erkannte auch der Herrscher in Konstantinopel die ostfrдnkische Kaiserwьrde an.
Fьr die einfache Bevцlkerung bedeutete die Schlacht auf dem Lechfeld das Ende einer Zeit, die vor allem durch stдndige Einfдlle der Krieger der Magyaren, Wikingern und Slawen gekennzeichnet war. Nach einer Zeit, in der man in einer Naherwartung des Endes der Welt lebte, begann eine Epoche der positiven Zukunftserwartung.
Rezeption
Schon kurze Zeit nach der Schlacht begann von ungarischer Seite aus eine Mythenbildung um den Ausgang. So soll eine zweite Schlacht erfolgreich verlaufen sein, zur Vergeltung ein Vielfaches an Geiseln in Ungarn hingerichtet worden sein oder der gefangene Lehel den deutschen Kaiser mit seinem Horn erschlagen haben. Am schlьssigsten ist hier die Geschichte von einem Sommergewitter, durch das die Doppelreflexbцgen der Magyaren aus dem Leim gingen.
Deutsche Geschichtsschreiber bemьhten sich im Mittelalter, eine Gerichtsverhandlung vor den Hinrichtungen zu ergдnzen, um wenigstens den Anschein einer Rechtfertigung zu wahren.
In Bayern ranken sich die verschiedensten Legenden um die Lechfeldschlacht, so zum Beispiel um den Heiligen Bischof Ulrich von Augsburg, der im Lauf der Zeit zu einem Teilnehmer der Schlacht wurde. In Straubing erzдhlt man sich die Geschichte eines jungen Bogenschьtzen, der zum Dank fьr seine Tapferkeit mit der Grafschaft von Bogen belehnt wurde. Bei Keferloh sollen die Mдnner des Grafen von Ebersberg die erbeuteten Pferde der Ungarn zusammengetrieben und verkauft haben, wodurch der Neukeferloher Rossmarkt ins Leben gerufen war.
Da die Chronisten des Frьhmittelalters in ihren Berichten oft Bibelstellen und antike Schriftsteller einflieЯen lassen, gaben ihre Ausfьhrungen Grund zu unterschiedlichen Auslegungen. So variiert die GrцЯe des deutschen Heeres zwischen 3.000 und 26.000 Mann, das Heer der Ungarn soll einer Quelle zufolge sogar 128.000 Mann gezдhlt haben. Bedenkt man, dass damals bereits 50 Panzerritter als „Streitmacht“ bezeichnet wurden, scheinen die geringeren Angaben meist plausibler.
Auch ьber den Ort der Schlacht ist viel spekuliert worden. Am schlьssigsten sind hier die Ьberlegungen, die Bartel Eberl 1955 zum 1.000jдhrigen Jubilдum der Schlacht angestellt hat und denen seitdem weitgehend gefolgt wird.
(bearbeitete Quelle aus Wikipedia)

Dies alles geschah lange vor meiner Zeit...

__________________

Zanabazar
Beitragsnr.: 600
14.02.2006 10:03 Zanabazar ist offline Beiträge von Zanabazar suchen Nehmen Sie Zanabazar in Ihre Freundesliste auf
 
дhnliche Themen...
Neues Thema erstellen Antwort erstellen

Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH
Steppenkrieger Gemeinschafts Forum fьr Hunnen und Mongolen, ist " Online " seit Tagen
Besucher gesamt : 722739 «» Besucher heute : 37 «» Besucher gestern : 1999

Hunne, Hunnen, Mongolen, Mongole, Attila, Dschingis, Kцln, Karneval, Jurte, Ger,
Schamane, schamanismus, Khan, Verein, Vereine, Mittelalter, Larp, Fantasie, Rezepte, Flohmarkt, Kleinanzeigen, Germanen,

Supported by Steppenkriegerteam
Impressum