Der Nubbel, (von lateinisch nubila, "finster, wolkig") eine zurechtgemachte und angekleidete Strohpuppe, ist die Figur des Sьndenbocks im rheinischen Karneval. Der Nubbel hдngt in der Karnevalszeit ьber vielen Kneipen und wird in der letzten Karnevalsnacht verbrannt.
Der genaue Ablauf dieser Tradition ist von Stadt zu Stadt und Kneipe zu Kneipe unterschiedlich. Meist wird der Nubbel an den Kneipen am 11. November befestigt, dem Auftakt der neuen Karnevalssaison. In einem kurzen Umzug um den Block wird er am Karnevalsdienstag um 24 Uhr feierlich bei Kerzenlicht zu Grabe getragen.
Dann wird eine Anklageschrift vorgetragen, meistens in Mundart und zumindest teilweise auch gereimt. Der Anklдger ist ein Karnevalsjeck, der sich als Geistlicher verkleidet hat. Zunдchst verteidigt die Menge den Nubbel, am Ende ist sie von seiner Schuld ьberzeugt und fordert Rache. Die Anklage gipfelt dann beispielsweise in rhetorischen Fragen wie: "Wer hat Schuld, dass wir unser ganzes Geld versoffen haben? Wer hat Schuld, dass wir fremdgegangen sind?". Die johlende Menge antwortet dem Redner mit einem lauten "Dat wor der Nubbel!", "Der Nubbel hat Schuld! Er soll brennen!" oder дhnlichem.
Nach dem Volksglauben werden mit dem Nubbel auch alle in der Karnevalszeit begangenen Sьnden und Verfehlungen ausgetilgt. Nach der Nubbelverbrennung geht es wieder zurьck in die Kneipe und es wird zu Karnevalsmusik weitergefeiert, bis schlieЯlich am Morgen der Aschermittwoch beginnt und die Karnevalszeit vorbei ist.
Der Brauchtum der Nubbelverbrennung ist in weiten Teilen des Rheinlandes verbreitet, doch die Bedeutung variiert regional. So gilt in einigen Gegenden der Nubbel (der hier andere Namen trдgt) als "Pate" des Karnevals, dessen Leben am Aschermittwoch endet. Dabei flieЯt auch die eine oder andere (nicht ganz ernst gemeinte) Trдne in Trauer um die nun vergangene Karnevalszeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nubbelverbrennung
__________________ Erfolg ist die Fдhigkeit, von einem MiЯerfolg zum anderen zu gehen,
ohne seine Begeisterung zu verlieren.
(Winston Churchill)
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